Was kostet eine Website in Österreich? Preise 2026 ehrlich erklärt
Website Lite 1.500 €, Standard 2.300 €, Pro 3.000 €: Wovon der Preis wirklich abhängt, was monatlich dazukommt und wo versteckte Kosten sitzen.
Fragen Sie drei Anbieter, was eine Website kostet, und Sie bekommen drei Antworten, die kaum etwas miteinander zu tun haben. Das ist kein Zufall und in den seltensten Fällen Abzocke. Es liegt daran, dass "Website" kein Produkt ist, sondern ein Sammelbegriff. Darunter passt die einzelne Seite mit Kontaktformular genauso wie das Buchungssystem einer Praxis mit mehreren Standorten.
Dazu kommt, dass kaum jemand seine Preise hinschreibt. Das macht die Suche mühsam. Sie führen drei Erstgespräche, bevor Sie überhaupt ahnen, in welcher Größenordnung Sie sich bewegen. Ich halte das für unnötig. Meine Preise stehen offen auf der Preisseite, und dieser Artikel erklärt, wie sie zustande kommen.
Ich bin Klemens Kaindl, ich baue Websites in Wien als Einzelperson. Design und Code aus einer Hand, mit Next.js und React, ohne Baukasten und ohne WordPress. Was Sie hier lesen, sind meine Zahlen und meine Sicht darauf. Andere rechnen anders, und das ist in Ordnung.
Wovon der Preis wirklich abhängt
Der Umfang. Der offensichtlichste Faktor, aber er wirkt nicht linear. Die ersten Seiten sind die teuersten, weil dort das Design entsteht: Farbsystem, Typografie, Komponenten, Navigation. Die achte Seite kostet weniger Arbeit als die zweite, weil sie auf allem aufsetzt, was schon da ist.
Individuelles Design oder Vorlage. Ein gekauftes Theme anzupassen dauert Tage. Ein Design zu entwickeln, das zu Ihrem Betrieb passt und nicht aussieht wie tausend andere, dauert länger. Den Unterschied merken Sie nicht in der ersten Woche. Sie merken ihn, wenn der Mitbewerber zwei Straßen weiter dieselbe Vorlage gekauft hat.
Die Inhalte. Texte, Bilder, Logo, Speisekarte, Leistungsbeschreibungen. Liegt das alles vor, geht es schnell. Muss ich Texte strukturieren, Bilder aufbereiten oder auf Zulieferung warten, verschiebt sich der Termin und der Aufwand steigt. Das ist der Punkt, an dem Projekte am häufigsten hängen bleiben.
Die Funktionen. Ein Kontaktformular ist Standard. Eine Terminbuchung mit Kalenderabgleich, ein Login-Bereich, ein Shop oder ein Bereich, in dem Sie Inhalte selbst pflegen, sind eigene Systeme mit eigener Logik und eigener Wartung. Das ist der größte Preissprung im ganzen Projekt, und zwar nicht nur einmalig, sondern auch laufend.
Mehrsprachigkeit. Zwei Sprachen bedeuten nicht die doppelte Arbeit, aber deutlich mehr als eine. Jede Seite braucht eine Übersetzung, eine saubere URL-Struktur und die richtige Sprachauszeichnung, damit Suchmaschinen die Versionen einander zuordnen.
SEO-Grundlagen. Titel, Beschreibungen, Überschriftenstruktur, Sitemap, Ladezeit. Das ist bei mir in jedem Paket enthalten, weil eine Website, die niemand findet, ein teures Bild ist. Nicht enthalten ist die laufende Arbeit danach: Inhalte, Verlinkungen, Betreuung über Monate.
Drei Wege zur eigenen Website
Baukasten in Eigenregie
Wix, Squarespace, Jimdo. Sie klicken sich das selbst zusammen und zahlen ein Abo. Für eine Vereinsseite oder ein erstes Lebenszeichen im Netz ist das völlig legitim, und ich rede es niemandem aus, der genau das braucht.
Die Grenzen kommen später. Das Design bleibt im Rahmen der Vorlage, Sie kommen an die Technik nicht heran, und die Ladezeit ist das, was der Anbieter Ihnen gibt. Außerdem hört das Abo nie auf. Sie mieten Ihre Website, Sie besitzen sie nicht. Wenn Sie umziehen wollen, nehmen Sie im Wesentlichen Ihre Texte mit.
Einzelstudio oder Freelancer
Sie reden mit der Person, die auch baut. Kein Übersetzungsverlust zwischen Beratung, Design und Entwicklung, kurze Wege, schnelle Entscheidungen. Der Preis ist niedriger als bei einer Agentur, weil kein Overhead mitfinanziert wird.
Der ehrliche Nachteil: Ein Einzelstudio hat begrenzte Kapazität. Wenn Sie eine Website in einer Woche brauchen und ich gerade in einem anderen Projekt stecke, muss ich absagen. Und ein sehr großes Vorhaben mit vielen Beteiligten, mehreren Abteilungen und monatelanger Abstimmung ist nicht der Ort, an dem eine Einzelperson glänzt.
Agentur
Mehr Leute, mehr Kapazität, mehr Prozess. Projektleitung, Design, Entwicklung, oft Text und Fotografie dazu. Das ist genau richtig, wenn ein Projekt groß genug ist, dass es Koordination braucht.
Es kostet aber auch mehr, und der Grund ist strukturell und nicht Gier: Jede zusätzliche Person im Projekt bedeutet Abstimmung, Übergaben und Zeit, in der niemand direkt am Ergebnis arbeitet. Bei einer Firmenwebsite mit einer Handvoll Seiten zahlen Sie diese Struktur mit, ohne viel davon zu haben.
Was eine Website bei mir kostet
Alle Preise sind Endpreise. Ich bin Kleinunternehmer nach § 6 Abs. 1 Z 27 UStG, es wird also keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Was Sie sehen, zahlen Sie.
Website Lite, 1–3 Seiten: 1.500 €. Für Selbstständige, Gründerinnen und kleine Betriebe, die eine saubere Präsenz brauchen: wer Sie sind, was Sie anbieten, wie man Sie erreicht. Auch die richtige Wahl für eine einzelne Landingpage.
Website Standard, 3–5 Seiten: 2.300 €. Der häufigste Fall. Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt, dazu eine Seite für das, was Sie besonders macht. Passt für Praxen, Handwerksbetriebe, Gastronomie und Dienstleister.
Website Pro, 5–10 Seiten: 3.000 €. Wenn Sie mehrere Leistungen einzeln darstellen wollen, Standorte haben oder ein Portfolio zeigen. Mehr Seiten heißen auch mehr Einstiegspunkte über die Suche, was der Auffindbarkeit hilft.
Website Ultra, ab 11 Seiten: auf Absprache. Ab dieser Größe hängt der Preis zu stark vom Einzelfall ab, um ihn seriös vorab zu nennen.
Backend-Erweiterung: plus 2.500 €. Wenn Sie Inhalte selbst pflegen wollen, Termine gebucht werden sollen oder es einen geschützten Bereich mit Login braucht. Das ist Software, nicht nur eine Website, und wird entsprechend gebaut und abgesichert.
In jedem Paket enthalten sind individuelles Design und Entwicklung, eine Darstellung, die auf Handy, Tablet und Desktop funktioniert, und die SEO-Grundoptimierung. Technisch ist das Next.js, React und TypeScript, statisch ausgeliefert. Keine Datenbank, die abstürzen kann, keine Plugins, die sich gegenseitig zerlegen. Warum das für die Ladezeit entscheidend ist, habe ich in diesem Artikel aufgeschrieben.
Zeitlich: eine Landingpage in 1–2 Wochen, eine vollständige Website typischerweise in 4–8 Wochen. Wie ein Projekt bei mir abläuft, Schritt für Schritt, steht im Ablauf-Artikel. Fertige Arbeiten sehen Sie unter Projekte, und was ich in Wien konkret anbiete, unter Leistungen auf der Startseite.
Wenn Sie zusätzlich Social Media brauchen: zehn individuell gestaltete Posts kosten 250 €.
Was monatlich dazukommt
Eine Website ist kein Möbelstück, das man einmal hinstellt. Domain und Hosting laufen weiter, Sicherheitslücken werden gefunden, Browser ändern sich, und irgendwann ändern sich auch Ihre Öffnungszeiten.
Deshalb gehört bei mir zu jeder Website ein Servicepack, und zwar verpflichtend: 79 € im Monat für eine einfache Website, 349 € im Monat für eine Website mit Backend. Enthalten sind Hosting und, falls nötig, die Domain, Wartung und Sicherheits-Updates, technischer Support, kleine Änderungen und monatliche Backups.
Verpflichtend klingt unangenehm, ich weiß. Der Grund ist einfach: Eine ungepflegte Website wird zum Problem, und zwar zu meinem, weil mein Name daran hängt. Ich habe genug Seiten gesehen, die zwei Jahre lang niemand angefasst hat und die dann alle gleichzeitig kaputt sind. Der monatliche Betrag ist billiger als die Reparatur danach, und Sie haben jemanden, den Sie anrufen können.
Der Unterschied zwischen den beiden Beträgen erklärt sich über den Aufwand. Eine statische Website ist wartungsarm. Ein Backend mit Datenbank, Nutzerkonten und Buchungslogik läuft permanent, muss überwacht und laufend aktuell gehalten werden.
Wo die versteckten Kosten sitzen
Das Angebot ist selten die ganze Rechnung. Achten Sie auf diese Punkte, egal bei wem Sie beauftragen:
Bilder und Schriften. Stockfotos und Lizenzschriften kosten Geld, manchmal einmalig, manchmal jährlich. Klären Sie vorher, wer sie bezahlt und wem die Lizenz gehört.
Plugin- und Tool-Abos. Bei Systemen, die stark auf Erweiterungen setzen, sammeln sich schnell mehrere Abos an: Formulare, Buchung, Cookie-Banner, Backups. Jedes einzeln günstig, in Summe ein Posten, an den beim Angebot niemand gedacht hat.
Nachträgliche Änderungen. Fragen Sie, was passiert, wenn nach der Abnahme noch etwas geändert werden soll. Ist das im laufenden Betrag enthalten, wird es nach Stunden abgerechnet, oder ist es ein neues Projekt?
Wem gehört was. Domain, Hosting-Zugang, Code. Lassen Sie sich das schriftlich geben. Eine Website, an die Sie ohne fremde Zustimmung nicht herankommen, ist ein Risiko, auch wenn sie schön ist.
Die Ladezeit. Sie taucht in keinem Angebot als Position auf, kostet aber Geld, wenn sie schlecht ist. Google bewertet die Core Web Vitals, und Besucher, die zu lange warten, sind wieder weg, bevor Ihre Seite fertig geladen hat.
Was Sie selbst günstiger machen können
Der größte Hebel liegt bei Ihnen, und er heißt Vorbereitung.
Texte liefern. Sie wissen am besten, was Sie tun. Ein Rohtext pro Seite, formlos, ohne Anspruch auf Schönheit, spart mehr Zeit und Geld als jede Verhandlung über den Stundensatz. Die Form mache dann ich.
Bilder bereitstellen. Eigene Fotos aus dem Betrieb sind fast immer besser als Stockmaterial, und sie kosten nichts. Auch Handyaufnahmen, wenn das Licht stimmt.
Sich vorher entscheiden. Wie viele Seiten, welche Struktur, was gehört wirklich hinein. Der teuerste Moment in jedem Projekt ist der, in dem sich der Umfang nachträglich ändert.
Klein anfangen. Sie müssen nicht mit dem größten Paket starten. Eine kleine, gut gebaute Website, die später wächst, ist besser als eine große, die halbfertig online geht.
Eine Ansprechperson benennen. Wenn Rückmeldungen aus drei Richtungen kommen und sich widersprechen, kostet das Zeit, die niemand eingeplant hat.
Häufige Fragen
Ist 1.500 € viel für eine Website?
Im Vergleich zu einem Baukasten-Abo im ersten Jahr: ja. Im Vergleich zu dem, was Sie sonst für den Auftritt Ihres Betriebs ausgeben, eher nicht. Rechnen Sie es gegen den Wert eines einzigen Kunden, der Sie über die Website findet. Bei einer Praxis oder einem Handwerksbetrieb ist diese Rechnung meist schnell fertig.
Was kostet eine einzelne Landingpage?
Eine Landingpage ist bei mir eine Website Lite und kostet 1.500 €. Umsetzung typischerweise in 1–2 Wochen. Das ist die richtige Wahl für eine einzelne Aktion, ein Angebot oder einen Test, bevor Sie in eine vollständige Website investieren.
Kann ich später erweitern?
Ja, und genau dafür ist der Aufbau gedacht. Zusätzliche Seiten lassen sich jederzeit ergänzen, und die Backend-Erweiterung für 2.500 € können Sie auch nachträglich dazunehmen. Das Servicepack wechselt dann auf den Betrag für Websites mit Backend.
Warum nicht einfach ein Baukasten?
Weil Sie damit mieten statt besitzen, und weil die Grenzen genau dort auftauchen, wo es wichtig wird: bei Design, Ladezeit und Auffindbarkeit. Ich baue ohne Baukasten, damit die Seite Ihnen gehört und weil ich an jede Stelle herankomme, wenn etwas besser werden soll. Wenn Ihre Anforderungen wirklich klein bleiben, ist ein Baukasten trotzdem eine ehrliche Antwort, und ich sage Ihnen das auch.
Nächster Schritt
Wenn Sie wissen wollen, welches Paket zu Ihrem Vorhaben passt: Schreiben Sie mir kurz, was Sie machen und was die Website leisten soll. Sie bekommen von mir eine klare Einschätzung mit Preis und Zeitrahmen, und wenn ein kleineres Paket reicht, sage ich das.
Alle Pakete im Überblick finden Sie auf der Seite Preise. Für alles andere: Kontakt.
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